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 Hallo liebe Pateneltern, wir sind Bishal, Anil, Anish und Batuli aus Nepal

 

Hintergrundinformationen über Bishal, Anil, Anish und Batuli

Die vier Kinder sind, wie die meisten Kinder in den entlegenen Regionen Nepals, als häusliche Geburt zur Welt gekommen. Ihre Familie gehört der indigenen Volksgruppe der Kumal an, einer Handwerkerkaste. Die Kumal (Nepali/Sanskrit: कुमाकुम) oder Prajapati (Töpfer) sind eine der ältesten indigenen Völker Nepals. Sie sind heute über verschiedene Regionen Nepals verstreut, vor allem in den südlichen Gebieten des Terai. Das traditionelle Handwerk der Kumal ist die Herstellung von Tontöpfen, aber in neuerer Zeit sind sie vor allem abhängig von Landwirtschaft und Tierhaltung. Viele Kumal, auch in der Region aus der die Kinder stammen, leben sehr stark vom Fischfang, da sich in unmittelbarer Nähe die Kali Gandaki befindet. Dieser Fluss entspringt etwas nördlich im Himalaya und wird bei Patna zum Ganges. Die  Lebenserwartung der Kumal liegt im Vergleich zu einigen der anderen Volksgruppen weit darunter. Die Kumal gehören zu den benachteiligten Volksgruppen mit einem geringen sozioökonomischen Stand. Aufgrund der Lebensverhältnisse ist auch bei den Kumal die Zahl der Menschen mit parasitären Infektionen deutlich höher als in anderen Gruppen. Bei den Kumal sind die Frauen den Männern gleichgestellt. Sie verehren den Familiengott Same (Gott der Tiere), Schlangengötter, Götter und Göttinnen der Wälder und andere hinduistische Götter und Göttinnen. 

Die Familie war schon immer sehr arm. Ihre Eltern leben als Bauern und ausschließlich von Eigenversorgung. Sie besitzen ein kleines Stück Land, welches sie und die Kinder bewirtschaften und auf dem sie etwas Gemüse und Obst anbauen. Dabei bleibt aber nichts übrig, das sie verkaufen könnten, um ein wenig Geld damit zu verdienen. Vielmehr reicht es nicht einmal, damit alle vier Kinder davon satt werden. Ihr Vater Dam Bahadur Kumal arbeitet als Hilfsarbeiter auf verschiedenen Baustellen in der Region. Das Geld, das er damit verdient gibt er zu einem nicht unerheblichen Teil für Alkohol aus. Er wurde bislang gegenüber der Familie allerdings nie gewalttätig. Ihre Mutter Suk Maya Kumal leidet an einer psychiatrischen Erkrankung mit signifikanter Intelligenzminderung. Auch sie hat einen regelmäßigen Alkoholkonsum. Einer regelmäßigen Tätigkeit mit einem dauerhaften Einkommen kann sie deshalb nicht nachgehen. Eine adäquate Betreuung der Kinder durch die Eltern, zudem unter den Bedingungen der multimodalen Armut, war und ist nicht möglich. Die Kinder zeigten von Beginn an Symptome von Mangel- und Unterernährung, insbesondere die drei Jungs. Daneben fanden wir auch entwicklungspsychologische Auffälligkeiten, die sich auf die Lebensverhältnisse, die fehlende Betreuung und emotionale Fürsorge zurückführen ließen. Die Folgen der Deprivation, in der sie aufwuchsen war bei allen Kindern deutlich zu spüren. 

Nachdem wir individuelle Ernährungspläne für die Kinder erstellt hatten, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern, versuchten wir dies mit Hilfe einer intensivierten Betreuung durch unsere Mitarbeiterin Beni Maya Kumal vor Ort praktisch umzusetzen. Dies gelang uns trotz der engmaschigen Betreuung nur unzureichend, da die beiden Eltern die zur Verfügung gestellten Nahrungsmittel immer wieder völlig inadäquat verschwendeten. Letztendlich erhielten die Kinder nur sehr lückenhaft eine ausreichende Ernährung. Daher entschlossen wir uns als nächsten Schritt sie stationär behandeln zu lassen. Das Gandaki Hospital in Pokhara ist ein staatliches Krankenhaus, das eine separate Station für unterernährte Kinder hat, in der solche Fälle behandelt werden können. Allerdings sind die Ressourcen sehr begrenzt und daher auch Umfang und Dauer der Behandlung. Nach etwa einem Monat wurden die Kinder bereits wieder entlassen. Ihr Zustand hatte sich ein wenig gebessert, aber es war natürlich wichtig dass auf die erworbenen Verbesserungen zuhause aufgebaut werden kann. Dies versuchten wir in den darauffolgenden Wochen auch in der Hoffnung, dass den Eltern die Notwendigkeit allmählich bewusst geworden war. Leider schlug auch der zweite Versuch fehl und die Ernährungssituation verschlechterte sich wieder. Daraufhin suchten wir eine Möglichkeit die Kinder dauerhaft außerhalb des Elternhauses in einem stabilen und sicher Umfeld unterzubringen und, um sie kontinuierlich besser betreuen zu können. Dieses Umfeld fanden wir in der Stadt Pokhara, etwa 30min Fahrtweg von unserem Office entfernt. Zwei unserer Mitarbeiterinnen wohnen in diesem Teil der Stadt und besuchen die Kinder auch vor und nach der Arbeit. Dort, in diesem Haus, mieteten wir zunächst zwei kleine Räume mit Gemeinschaftsküche und -bad. Inzwischen ist dort auch der zweite Raum frei geworden und wir haben diesen ebenfalls angemietet, um dort gegebenenfalls auch andere Kinder in ähnlichen Situationen unterbringen zu können. Die Hausbesitzerin, eine alte Dame, ist gelegentlich etwas verunsichert, da insbesondere Anil sich nicht immer an die Regeln hält. Aber sie liebt die Kinder und versteht ihre Situation. Aufgrund der täglichen Betreuung durch unsere Office-Mitarbeiter verbessert sich das Verhalten aber allmählich. Die Kinder wurden in einer nahegelegenen Schule eingeschult und nachdem sie im vergangenen Jahr zunächst ihre enormen Rückstände aufholen mussten, sind nun auch die schulischen Leistungen auf einem normalen Niveau angelangt. Auch hierbei ist eine engmaschige Betreuung und Unterstützung enorm wichtig. Telefonischen Kontakt zu ihren Eltern haben sie in regelmäßigen Abständen und in den Ferien werden sie abgeholt und verbringen die Zeit zuhause. 

Das Einkommen der Eltern beträgt etwa 2.000-3.000 Rupees (ca. 20 Euro) im Monat. Arztbesuche und die meisten Medikamente können sie sich nicht leisten. Das Geld reicht auch nicht aus, um die Schulgebühr, die Prüfungsgebühren, die Schuluniformen und die Schulmaterialien zu bezahlen. Die Kinder besuchten die Schule deshalb nur sehr unregelmäßig, an Prüfungen oder Zusatzunterricht, beispielsweise in den Ferien, konnten sie nicht teilnehmen. Es fehlten ihnen zudem die wichtigsten Schulmaterialien. Sie besaßen keine Schultaschen und liefen deshalb mit den Heften unter dem Arm in die Schule. Insbesondere auch während der Regenzeit (April bis September) und während der kalten Jahreszeit (November bis Februar) gingen sie kaum in die Schule. Wenn es regnet, dann regnet es meist sehr stark und das ist dann natürlich ein Problem, denn die Schuluniform und die Schulsachen werden nass und nehmen Schaden. Ohne warme Kleidung ist es im Winter in den Schulen sehr kalt, denn eine Heizung gibt es nicht, auch keine Elektrizität, daher werden die Fenster geöffnet, die keine Fensterscheiben haben. Die Sonne ist zwar auch im Winter relativ intensiv, aber die schattigen Klassenräume heizen sich tagsüber kaum auf. Kinder, die keine warme Kleidung, vielleicht nicht einmal feste Schuhe haben, frieren und werden häufiger krank. Medikamente sind teuer, schwer zu bekommen und werden deshalb oft nicht rechtzeitig und auch nicht adäquat verwendet. All dies zusammen führt verständlicherweise dazu, dass für Kinder wie die vier Geschwister der Schulbesuch mit vielen Problemen verbunden ist und es daher für sie mit jedem Tag besser erscheint selbst arbeiten zu gehen, ihre Familie zu unterstützen und etwas zu essen zu haben anstatt in die Schule zu gehen. Die Lebenshaltungskosten in Nepal sind zwar sehr viel niedriger als in Deutschland, aber die Familie lebt dennoch weit unterhalb der in Nepal geltenden Armutsgrenze. Es fehlt ihnen praktisch an allem. An eine Gesundheitsversorgung ist gar nicht zu denken. Wenn Kinder durch Armut stigmatisiert sind und nicht genug zu essen haben, wird die Schule zweitrangig. Ohne Unterstützung von außen haben Kinder wie Bishal, Anil, Anish und Batuli praktisch keine Chance dem Kreislauf der Bildungslosigkeit und Armut zu entkommen. In der Region, in der sie leben, gibt es in den Schulen noch immer eine Trennung nach Kastenzugehörigkeit. Die Diskriminierung aufgrund der Kaste ist signifikant stärker ausgeprägt als die, aufgrund des Geschlechtes. Gemeinsam mit den Pateneltern leisten wir einen wichtigen Beitrag dieses bereits in den Schulen zu verändern. Dafür ist eine der Voraussetzungen, dass die Kinder einigermaßen vergleichbare Bedingungen haben und nicht von Beginn an aufgrund ihrer Armut benachteiligt und der frühzeitige Schulabbruch vorprogrammiert ist.

Ihre Eltern Dam Bahadur Kumal und Suk Maya Kumal arbeiten auch auf den Feldern anderer Menschen in der Umgebung, helfen ihnen bei der Saat und Ernte, kümmern sich um deren Tiere, putzen in fremden Häusern und sammeln Brennholz, um es zu verkaufen. Manchmal erhalten sie etwas Bargeld als Lohn, meist aber Nahrungsmittel wie Reis, Mais oder Bananen. 

Liebe Familie Pfaff, Ihre Patenschaft, verändert das Leben von Bishal erheblich. Er wird nun regelmäßig die Schule besuchen können und ausreichend zu essen haben. Darüber hinaus erhält er, wie alle Patenkinder, eine Krankenversicherung, die Untersuchungen und Behandlungen (inkl. Medikamente) abdeckt. Die Patenkinder und deren Familien bekommen von uns auch einen Tagesablauf als Leitfaden. Dieser beinhaltet Zeiten zum Aufstehen und Schlafen gehen, zu den Aufgaben im Haushalt zur Unterstützung der Familie, allgemeine Hygieneregeln und spezielle Körperhygiene-Regeln, die Verpflichtung in die Schule zu gehen, sowie festgelegte Zeiten für Hausaufgaben und Lernen. Koordiniert und kontrolliert wird dies durch Bishals Betreuerin Beni Maya Kumal im täglichen Kontakt mit den Kindern. Aber auch Sie als Pateneltern können, wenn Sie dies möchten, zusätzlich Einfluss darauf nehmen. Beispielsweise mit gezielter Unterstützung von Dingen, die Bishal und seine Familie benötigen und die durch den monatlichen Patenschaftsbeitrag nicht abgedeckt werden können (beispielsweise ein Nutztier, ein kleines Bett oder Veränderungen am Haus, wie den Zugang zu Elektrizität oder Wasser). Wir können nun gemeinsam dazu beitragen, dass für Bishal eine spürbare Veränderung in seiner Kindheit und seiner körperlichen und emotionalen Entwicklung eintritt. Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist auch die Erkennung und gezielte Förderung seiner Talente Talenten und Interessen, damit er seine individuellen Stärken nutzen und ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Bedeutsam ist hierbei auch, dass die Patenkinder später die Möglichkeit erhalten, als gut ausgebildete junge Menschen die Entwicklung ihres Landes und der Gesellschaft voran zu bringen.

Wichtig ist im Allgemeinen aber auch, dass die Familien der Kinder die Notwendigkeit dieser Regeln verstehen und sich daranhalten. Seit wir diese Verhaltensregeln für alle Patenkinder in Nepal eingeführt haben, ist die schulische Entwicklung deutlich besser geworden. Alle Patenkinder haben gute oder sogar sehr gute Schulnoten. Auch in der sozialen, emotionalen und physischen Entwicklung macht sich dies positiv bemerkbar. Durch den fast täglichen persönlichen Kontakt zu den Patenkindern und den Familien, können wir bei Problemen rasch helfen und die Entwicklung positiv beeinflussen. Durch diese intensive Betreuung bewirkt die Patenschaft also wesentlich mehr, als nur die dringend notwendige materielle Unterstützung.

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Rechnungen / Bills

Buchhaltung / Accounting

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Unser neuer Namaste Kids Help Shop

 

Die hier angebotenen Produkte werden in einer kleinen Manufaktur in Pokhara, Nepal hergestellt von Angehörigen, zumeist Frauen, der sozial schwächsten Gesellschaftsschichten. Für die Herstellung wird Pashmina (Kashmirwolle) aus Nepal verwendet. Die Anfertigung erfolgt noch von Hand und ist ein jahrhundertealtes Kunsthandwerk, dessen Erbe in der heutigen Zeit mit Verbreitung der maschinellen Produktion unbedingt erhalten werden sollte.

Durch den Kauf eines dieser Produkte unterstützen Sie zum einen die Frauen, die diese Dinge herstellen, denn sie werden durch uns direkt an dem Verkaufserlös beteiligt. Zum anderen fördern Sie damit unsere Gesundheits- und Bildungsprojekte für Kinder in den entlegenen und schwer zugänglichen Regionen Nepals.

 

Hier finden Sie unseren neuen HelpShop

 

 

 

 

Betreuer Ihres Patenkindes

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Nirmala Thapa
Sub-District Manager Nawalpur
Betreuung Patenkinder, Projektkbetreuung - Sozialarbeiterin
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Beni Kumal
Sub-District Junior Manager District Tanahun Ghiring Rural Municipality; Betreuung Patenkinder
Beni Maya Kumal ist unsere Mitarbeiterin im Distrikt Nawalparasi und der angrenzenden Region Ghiring des Distriktes Tanahun. Beni Maya ist Lehrerin an der dortigen Grundschule. Zu ihren Aufgaben im Rahmen ihrer Tätigkeit für Namaste Kids gehört vor allem die Betreuung...
Lehrerin für Nepali und Social - Betreuung Patenkinder, Projektkbetreuung

 

Wie bewerten Sie die Arbeit von Beni Maya Kumal mit Ihrem Patenkind ?

Unsere Betreuer für die Patenkinder arbeiten alle praktisch ehrenamtlich. Sie haben alle eines gemeinsam: sie sind jung, sozial engagiert und kommen selbst aus armen Verhältnissen. Beni Kumal ist 28 Jahre alt und arbeitet als Grundschullehrerin. Sie erhält pro Patenkind, das sie betreut 500 Nepalesische Rupees im Monat (ca. 4,30 Euro). Dieses Geld kommt aus einem Spendenpool des Vorstandes und ist gemessen am Arbeitsaufwand wenig. Besonders in den Bergregionen des Himalaya sind die Wege zu den Kindern weit und mühsam. Um die Patenkinder zu sehen ist Beni an mehreren Tagen in der Woche 1 bis 5 Stunden unterwegs, zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit als Lehrerin an der regionalen Grundschule. Hinzu kommen besondere Anlässe wie Geburtstage, der Einkauf der benötigten Dinge im Laufe eines Monats oder die noch intensivere Betreuung, wenn ein Patenkind beispielsweise erkrankt ist. Um die Fotos oder Videos der Kinder zu versenden, muss Beni auf einen etwa 30 Minuten von ihrem Elternhaus entfernten Hügel hinaufsteigen. Auch das Entgegennehmen der Post für die Patenkinder, die ihr aus unserem Büro in Pokhara per Bus oder Jeep zugeschickt werden, ist nicht ganz mühelos. Die nächste Busstation in der Region Ghiring befindet sich etwa 45 Minuten entfernt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist neben dem sozialen Aspekt vor allem auch die emotionale Betreuung der Kinder. Sie muss daher für die Kinder/die Familien immer erreichbar sein.

Wir haben uns daher überlegt, dass wir das Patenportal auch nutzen möchten, um den Pateneltern die Möglichkeit zu geben, den Betreuern Wertschätzung ihrer Arbeit auszudrücken, in Form einer kleinen, einmaligen finanziellen Unterstützung. Es wäre für sie natürlich eine ganz besondere Anerkennung, ihre Arbeit für die Kinder in dem Wissen zu tun, dass diese von den Pateneltern in Deutschland positiv wahrgenommen wird. Es besteht dabei aber absolut keine Erwartungshaltung, denn sie machen diese Arbeit nicht des Geldes wegen.

Möchten Sie Beni ein kleine Wertschätzung ihrer Arbeit zukommen lassen ? Dann haben Sie hier die Möglichkeit dazu:

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Namaste Kids Nepal:

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