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Akuthilfe für Nepal

Die aktuelle Lage

Liebe Leserinnen und Leser, 

mein Name ist Alexander Huppert. Ich habe bis vor wenigen Jahren in Göttingen studiert und bin einer der Gründer dieser Göttinger Kinderhilfsorganisation. Ich habe mich entschlossen an dieser Stelle meine eigenen Eindrücke und Berichte über unsere Arbeit hier vor Ort sozusagen live aus dem Lockdown in Nepal mit Ihnen zu teilen. Ich befinde mich seit etwa drei Monaten in Nepal. Ursprünglich war mein Aufenthalt im Rahmen der Organisationsarbeit nur für wenige Wochen geplant. In Folge der Corona-Pandemie besteht in Nepal seit nun bereits drei Monaten eine restriktive und praktisch ausnahmslose Ausgangssperre zum Schutz des ohnehin fragilen Gesundheitssystems. Dies hat allerdings bereits nach kurzer Zeit zum Zusammenbruch aller Versorgungsketten geführt. Mehr als zwei Drittel der Menschen hier in Nepal leben als Tagelöhner von weniger als 30 Cent pro Tag. Das bedeutet, dass sie tagsüber jenes Geld verdienen, welches sie abends benötigen um sich und ihre Familien zu ernähren. Diese Menschen haben nun seit Monaten kein Einkommen mehr, keine Vorräte, keinerlei Ressourcen.

Aufgrund dessen, dass die meisten Menschen in Nepal von ihrem Tageslohn leben (etwa 25% der Menschen leben von weniger als 30 Rupien / 27Ct pro Tag), besteht inzwischen eine große Hungersnot. Die Regierung hatte anfangs versucht dies zu kompensieren, indem sie Nahrungsmittel an die Notleidenden verteilt hat. Es fehlen aber die finanziellen Ressourcen, um dies ein zweites Mal tun zu können. Insgesamt hat die Regierung finanzielle Mittel im unteren achtstelligen Bereich zur Verfügung, wobei der größte Teil von einem inländischen Spender kam, dem einzigen Großindustriellen, den es in Nepal gibt. Der größte Teil des Geldes wurde in das ohnehin fragile Gesundheitssystem investiert, da es bis vor wenigen Wochen nur etwa 150 bis 200 Intensivbetten gab, für 30 Mio Einwohner. Auch wurden damit Schulen zu Quarantäneeinrichtungen umfunktioniert, insbesondere entlang der Grenze zu Indien. Die tausenden von nepalesischen Gastarbeitern dort haben ihre Jobs verloren und werden zurück geschickt, marschieren oft hunderte und tausende von Kilometern, um nach Nepal zu ihren Familien zurückkehren zu können. Sie meiden die offiziellen Grenzübergänge, nehmen stattdessen den Weg durch den Dschungel und umgehen so die Kontrollen und die Quarantäne. Dies hat dazu geführt, dass das Virus sich seit einigen Tagen rasant ausbreitet und zwar auch bis in entlegene Regionen. In der Folge wird der Lockdown immer weiter verlängert und die Versorgungslage spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu. Wir gehen ausserdem von einer sehr hohen Dunkelziffer an Infektionen aus, da aufgrund der Geographie und des praktisch nicht vorhandenen Gesundheitssystems in den ländlichen Regionen und den Bergdörfern des Himalaya eine umfangreiche Testung und Früherkennung extrem schwierig ist. Es fehlen in den kleinen Health Posts dort, die an vorderster Front stehen sämtliche Materialen und Ausrüstung, um die Menschen behandeln und die Mitarbeiter vor Infektionen schützen zu können.
Inzwischen besteht eine große Hungersnot. Insbesondere Kleinkinder, die bereits vor der Ausgangssperre in einem kritischen Maße unterernährt waren (mehr als 25% der Kinder unter 5 Jahren), sind im Augenblick akut bedroht. Es werden nach aktuellen Berechnungen von UNICEF vermutlich etwa 4.000 Kinder in den nächsten Monaten an den Folgen der Unterernährung sterben. Wir möchten deshalb gerne gemeinsam mit Ihnen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten etwas tun, um diese Zahl zu senken. Wir haben die Möglichkeit schnell und effektiv zu handeln. Innerhalb von 24h bringen wir selbst die Hilfslieferungen direkt zu den Menschen vor Ort, bis in entlegene Regionen. Lebensmittel- und Hygieneprodukte für eine Familie und etwa 1,5 Monate kosten umgerechnet knapp 16 Euro.

Wie wir helfen

Die nepalesische Regierung hat uns als auch in Nepal registrierte Kinderhilfsorganisation bereits mehrmals um Unterstützung bei der Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln oder Infektionsschutzmaterialien für die Health Posts gebeten. Wir versuchen den besonders notleidenden Kindern und Familien im Rahmen unserer finanziellen Mittel zu helfen. Dabei haben wir aber durchgesetzt, dass wir einen anderen Weg gehen, als die meisten nationalen und internationalen Hilfsorganisationen. Wir händigen Spendgeld nicht an die Regierung aus. Wir kaufen die Hilfsgüter selbst zu normalen Preisen und verteilen sie auch selbst an diejenigen, die sie am dringendsten benötigen. Bei der zeitlichen Koordination sind wir auf die Zusammenarbeit mit der Regierung angewiesen, da wir für jede Bewegung eine Ausnahmegenehmigung einfordern müssen. Die Umsetzung der Hilfslieferungen liegt dabei ausschließlich in unseren Händen. 

Foto-Galerie Corona-Akuthilfe

Was wir jetzt gemeinsam tun können

Wir haben nun verschiedene konkrete Bitten um Unterstützung durch die Regierung inhaltlich zu sinnvollen Projekten zusammengefasst. Auf der einen Seite geht es um die Hilfe mit Nahrungsmittel gezielt für diejenigen Menschen, die bereits seit mehreren Wochen oder noch länger an Hunger leiden. Dies betrifft in erster Linie besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen wie beispielsweise Angehörige der Dalit (“Unberührbare”). Hier sind insbesondere Neugeborene und Kleinkinder in einem lebensbedrohenden Zustand geraten, da viele der Kinder bereits vor der Pandemie unter- und mangelernährt waren. Gleichzeitig ist die fragile und rudimentäre Gesundheitsversorgung unter den Folgen des Lockdown zusammengebrochen. Die wenigen bestehenden personellen und vor allem materiellen Ressourcen werden auf Einrichtungen zum Infektionsschutz und der Behandlung von symptomatischen Patienten konzentriert. 

Projekt 1

Kampf gegen den Hunger

Wir haben zwei ganz konkrete Bitten um Hilfe der lokalen Regierungen aus dem Distrikt Gorkha und aus der Region Bandipur. Es geht um die Versorgung von jeweils etwa 70 Familien (zusammen etwas mehr als 1.000 Menschen) mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln, sowie Atemschutzmasken. Diese Familien gehören zum weitaus größten Teil dem indigenen Volk der Chepang an und zählen auch innerhalb Nepals zu Ärmsten der Armen. Wir können diese Dinge durch unsere alltägliche Arbeit im Rahmen der Kinderpatenschaften zu normalen Preisen kaufen und planen deshalb mit 2.000 Rupien (ca. 16 Euro) pro Familie. Dies würde eine Versorgung für etwa 1,5 Monate sicherstellen. Wir haben als eine von sehr wenigen Hilfsorganisationen in Nepal bei der Regierung eine Ausnahmegenehmigung erwirkt, um uns im Rahmen von Hilfslieferungen in den 10 Distrikten, in denen wir aktiv sind, fast frei bewegen zu können. Wir sind startklar und könnten die Hilfe innerhalb von 24h direkt zu den Menschen bringen. Eine Zuwendungsbestätigung erhalten Sie innerhalb von 48h.

Spendenaktion erfolgreich beendet. Wir danken allen Spendern vielmals für ihre Unterstützung. Projektdurchführung am 10.06.2020 in Bandipur und 11.-12.06.2020 in Gorkha

  • Kinderstation eines der größten Krankenhäuser
  • Behandlung von schweren Atemwegserkrankungen
  • Behandlung von Infektionserkrankungen
  • Zahnmedizinische Versorgung
  • Behandlung von Verletzungen
  • Versorgung von Geburt an, einschließlich Impfungen, liegt in der Verantwortung der Health Posts
  • Behandlung von Kinderkrankheiten
  • Behandlung von Infektionserkrankungen
  • Erstversorgung bei traumatischen Verletzungen
  • Health Post der Region Bungdikali, Nawalpur

Projekt 2

Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung

In Nepal sind etwa 850.000 Kinder unter 5 Jahre (entspr. ca. 27%) in erheblichem Maße untergewichtig und mangelernährt. Das bedeutet sie haben im Prinzip keine körperlichen Reserven. Es werden nach Berechnungen von UNICEF durch die Folgen der Pandemie und des Lockdown vermutlich etwa 4.000 Kinder in den nächsten Monaten sterben und wir würden natürlich gerne gemeinsam im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten etwas tun, um diese Zahl zu senken, denn es ist möglich schnell und effektiv etwas dagegen zu unternehmen:

Staatliche Krankenhäuser werden staatlich subventioniert und dienen deshalb in erster Linie der Versorgung der besonders armen Menschen, denn die Behandlungskosten sind niedriger (aber nicht kostenlos) als in den privaten Krankenhäusern. In den meisten Distrikten (ähnlich einem Bundesland oder Kanton) gibt es nur ein staatliches Krankenhaus, fast immer in der jeweiligen Distrikthauptstadt. Besonders in den Bergregionen sind die Menschen deshalb oft tagelang unterwegs nur, um dorthin zu gelangen. Eine ganze Reihe von Problemen hängt daran. Nur zwei Beispiele: Die Kosten für die Reise und die Behandlung, die Medikamente, die Verpflegung usw. übersteigen in vielen Fällen schon bei kleineren gesundheitlichen Problemen mehrere Monatseinkommen; Die Zeit: wer kümmert sich in dieser Zeit um die Tiere, das Feld oder vielleicht die Kinder? Sehr viele Mütter oder Großmütter in Nepal sind alleinerziehend. 

Aus diesem Grund kommen den kleinen Health Posts in den ländlichen Regionen, des Dschungels im Süden und in den Bergdörfern des Himalaya die wichtigste und oft einzige Rolle in der Primärversorgung der Menschen zu. Da die meisten der staatlichen Krankenhäuser zu Corona-Behandlungseinrichtungen umfunktioniert und dringend benötigte Materialien aus den Health Posts abgezogen wurden oder nicht mehr geliefert werden können, sind diese nun völlig schutzlos und behandlungsunfähig. In einigen der Distrikte, in denen wir dauerhaft tätig sind, haben wir diejenigen Health Posts identifiziert, die jetzt in den kommenden Tagen und Wochen am dringendsten Materialien benötigen, um die medizinische Versorgung aller Menschen aufrechterhalten zu können. Es fehlt vor allem an Dingen, wie Impfstoffe, Fieberthermometer, Atemschutzmasken und Schutzkleidung, es gibt seit Wochen keine Desinfektionsmittel und keine Handschuhe mehr (nach mehrmaligem Waschen!! werden sie porös), es fehlen Materialien für die Behandlung von Verletzungen, es fehlen Basismedikamente, selbst Schmerzmittel, um einige Beispiele zu nennen.

Wir danken Ihnen im Namen der Menschen in Nepal schon jetzt für Ihre Unterstützung.

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